Hagenbacher Rathausstürmung am 08.02.2018

Seid gegrüßt ganz herzlich gern,
ihr liebe Narren von Nah und Fern.
Kein Widerstand kann jetzt noch was bezwecken,
deshalb grüß ich Euch und geb`s auf mich zu verstecken
Wir wissen, dies alles ist unserem F.X ein Kraus,
denn er muss verlassen sein lieb gewonnenes Haus.

Oberwolf Horst Rödel konnte eine Anzahl von Gäste begrüßen u.a. die „Rhosemer Stockriebe“ aus Rheinsheim, aus Philippsburg die „Geese“, die „Lauterpfludde“ aus Scheibenhardt, die „Pforzer Windhexe“ und Bürgermeister Reinhard Scherrer.

6 neue Wölfe wurden danach mit Wolfsblut sprich Riesling getauft und damit in die Rudelgruppe aufgenommen. Selbst der gemeinsame Chor der Wölfe mit ihrem einstudierten Wolfslied durfte nicht fehlen. Alle waren danach gespannt auf die offizielle Rathausstürmung.

Mit gereimten Sprüchen um Hagenbacher Ungereimheiten stürmten die Faschingswölfe das Rathaus zur Machtübernahme.

Der Oberwolf führte u.a. aus:
Wir Wölfe haben seit einigen Wochen über einige Missstände nachgedacht,
darum steht für uns fest, das wäre doch gelacht,
wir Wölfe müssen erneut an die Macht!

Die Friedrich-Ebert-Stroß wurde völlig umgebaut
Damit der Faschingsumzug nicht mehr staut
Für Geld wird hier alles saniert
Bäume gepflanzt dass alles flaniert
Vor lauter Bäume in dere Stross
Hoffentlich gibt’s känn Stau beim Umzug bloss.

Zu guter letzt werden wir ein Wolfsmuseum einrichten,
das erzählen wird von Hachebacher Geschichten.
Im Keller vom Schwingschen Haus ist es geplant,
die Anmietung des Raumes schon angebahnt.
Jedoch der Denkmalschutz ist dagegen
sonst wäre die Bebauung schon vergeben.

F.X. Scherrer ließ sich nicht alles bieten und erwiderte:
Ich warne euch: hütet die Kinder und nehmt euch in Acht,
damit der Wolf dort euch nid ach noch Ärger macht.
Die kummen jedes Johr mit der ganze Bagage,
ums Rathaus zu plündern, des bringt mich in Rage.

Ihr habts widder geschafft, es dud mir grad weh,
wenn ich die närrischen Gestalten im Rathaus seh.
Ganz fest hat ich vor, diesmal standhaft zu bleiben,
und die Wölfe vom Rathaus zu vertreiben..

Die Rathaus-Geischder, ihr Wölfe hör gut zu,
zu dene sei nett un loss se in Ruh.
Die Stadtmadam spaziert als nächtens durchs Haus
un denkt sich neie Gedichtlen aus.

Do isch de Schlissel – uff denn musch uffbasse
Un nie vun auße stegge lasse.
Am Aschermiddwoch will ich’n widder zu’rick.
Viel Spaß im Rathaus, un auch viel Glick.

Bürgermeister Scherrer leistete kaum Widerstand, gab es doch bei leerer Kasse auch kaum etwas zu verteidigen.

Danach zeigten bei ihrem Auftritt die Hagenbacher Albgoischder ihr musikalisches Können und heizten so richtig für eine grandiose Stimmung. Allen Helferinnen und Helfer sowie den vielen Gästen unser herzliches Dankeschön.

Franz Xaver Scherrer
Stadtbürgermeister

(zur Verfügung gestellt durch Stadt Hagenbach / Bilder: Walter Knöll)

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