Pressemitteilung zur aktuellen Verkehrssituation

Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Bundesstraße 9 zwischen Lauterburg und Kandel bedurfte in Teilstücken einer dringenden Sanierung. Da der Verkehrsfluss aufrecht erhalten werden muss, hat die zuständige Behörde, der Landesbetrieb Mobilität Speyer, in einem Gespräch mit der Polizei, der Kreisverwaltung als übergeordnete Behörde sowie der Verbandsgemeinde Hagenbach nach Lösungen gesucht, um die Verkehrsströme zu lenken. So bleibt die Verbindung zwischen Kandel und Lauterburg auch während der Bauarbeiten mit einer Fahrspur erhalten.

Somit muss nur der Verkehr von Lauterburg nach Kandel umgeleitet werden. Wenn man von einer Variante über Büchelberg absieht, blieb am Ende nur eine Verkehrslenkung über Hagenbach übrig. Innerhalb Hagenbachs boten sich die Habsburgerallee und die Friedenstraße zur Verkehrsführung an.

Nach den Vorschlägen der Kreisverwaltung und des Landesbetriebs Mobilität wurde die Habsburgerallee favorisiert. Dazu hatte die Verbandsgemeindeverwaltung empfohlen, auch die Stadt Hagenbach anzuhören.

Eine Durchfahrt durch die Friedenstraße scheiterte u.a. an zwei zu engen Kurven. Hier war es aufgrund der baulichen Gegebenheiten nahezu unmöglich den Verkehr, der unter anderem aus Lastkraftwagen mit einer Gesamtlänge von bis zu 20 Metern bestehen kann, umzuleiten. Hätte man sich für diese Variante entschieden, wäre mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der komplette innerörtliche Verkehr zum Erliegen gekommen. Des Weiteren ist in der Friedenstraße ein höheres Aufkommen an Fußgängerquerungen zu berücksichtigen. Zudem ist bei einer Verkehrsführung durch die Friedenstraße die Zufahrt in das Industriegebiet sehr beschwerlich. Bei der Durchfahrt durch die Habsburgerallee mit den vorgenommen Änderungen hoffte man auf einen zügigeren Ablauf.

Hätte man die Situation so belassen wie sie war, also ohne Änderung der Verkehrsführung, wäre es in der ganzen Gemeinde zu einem Verkehrszusammenbruch gekommen.

In einer Fraktionsführerrunde mit allen im Stadtrat vertretenen Gruppierungen haben wir uns im Rahmen der Anhörung nach langer Diskussion einhellig für die vorgeschlagene Lösung ausgesprochen. Wohl wissend, dass wir dadurch nicht überall auf Verständnis aller hoffen konnten. Eine Entscheidung nach dem St. Floriansprinzip gibt es nicht.

Bei all den Betrachtungen lässt sich festhalten: Die Rechte eines Ratsgremiums beschränken sich in diesem Zusammenhang faktisch auf Initiativen und Empfehlungen.

Die Zuständigkeiten bei unserem Straßennetz sind klar geregelt. Kommunen sind für ihre kommunalen Straßen zuständig, Land und Bund für den Rest. Über Baumaßnahmen auf Landes- und Bundesstraßen entscheidet alleine das Land bzw. der Bund. Anders sind Baumaßnahmen an Landes- und Bundesstraßen nicht durchführbar.

Ich verstehe den Ärger und den Unmut über diese zusätzliche Belastung, appelliere aber an Ihr Verständnis. Jeder von uns fährt mit dem Auto auf öffentlichen Straßen und jeder von uns fordert einen verkehrssicheren Ausbau. Die o.g. Maßnahme war wichtig, dass in naher Zukunft wieder der PKW- und LKW-Verkehr von Lauterburg nach Kandel störungsfrei verläuft und wir wieder eine große Entlastung in Hagenbach haben. Auch wenn wir zurzeit unter starken Belastungen leiden müssen.

F.X. Scherrer
Stadtbürgermeister

(Quelle: hagenbach.de)

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