Neujahrsansprache 2010 durch Stadtbürgermeister F.X. Scherrer

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
verehrte Gäste,
sehr geehrte Damen und Herren,

was mag uns die Zukunft bringen? Diese Frage steht immer im Raum, wenn ein neues Jahr und mit ihm sozusagen die nahe, unmittelbare Zukunft beginnt.

 

Meine Damen und Herren, ich freue mich, dass wieder viele Vertreter von Politik und Wirtschaft, der Kirchen und Medien, unserer Vereine und der sozialen Verbände der Einladung gefolgt sind, das neue Jahr gemeinsam zu beginnen und in zwangsloser Atmosphäre darüber zu reden, was wir in diesem Jahr der Zukunft oder, besser gesagt der Stadt Hagenbach bringen können.Zum Blick nach vorn gehört beim Jahreswechsel aber stets auch der Blick zurück. Denn Zukunft erwächst aus Vergangenheit. 2009 war ein arbeitsintensives und krisengeschütteltes Jahr.

Was hat es uns allen gebracht:

Rettungsschirme für Kreditinstitute,

die Abwrackprämie,

giftige Wertpapiere,

Konjunkturpakete,

Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit.

Rettungspakete für ausgewählte große Unternehmen wurden geschnürt.

Ich hoffe und glaube, dass die Wende ist geschafft ist. Die Krise scheint bewältigt. Es geht aufwärts – langsam zwar, aber beständig.

Wir richten jetzt unseren Blick nach vorn, wir planen langfristig und handeln nachhaltig. Denn unsere Stadt hat es schon immer verstanden, langfristig zu denken und zu planen

Sehr verehrte Damen und Herren,

im letzten Jahr, dem Superwahljahr 2009, konnten die Bürgerinnen und Bürger gleich mehrfach entscheiden, welche Konzepte sie für die Zukunft als die tragfähigsten hielten. Die Wahlen haben in unserer Stadt, im Land und im Bund die Weichen neu gestellt und eine Reihe von Veränderungen gebracht. Neue Ratsmitglieder wurden in die Gremien gewählt andere mussten leider ausscheiden. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals für das Vertrauen zur Wiederwahl herzlich bedanken.

Mit dem zweiten Konjunkturpaket hat sich für Hagenbach wie für die Kommunen insgesamt der alte Spruch bewahrheitet, dass in jeder Krise auch die Chance liegt. Wir bekamen zusätzliche Fördermittel, mit denen wir die Sanierung des Kindergarten Regenbogen durchführen konnten. Hier wurde eine energiesparende Isolierung aussen angebracht, die Fenster erneuert. Im Innen bereich neue Decken und Beleuchtungskörper eingezogen, die Wände gestrichen und das Gebäude bekam ein neues Dach. Ich bin sehr froh, das wir diese Maßnahmen durchführen konnten.

Zu den Standortqualitäten einer Stadt zählt heute neben guten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft vor allem eine gute Bildungsstruktur. Kindergarten zu sanieren, wie wir es auf den Weg gebracht haben ist nur eine, auch das, was in den Gebäuden passiert, muss stimmen. Aus diesem Grunde haben wir das Ganztagesangebot ausgeweitet und weitere Kindergartenplätze vor allem für unter Dreijährige geschaffen. Unser Ziel ist ein flächendeckendes Angebot in diesem Jahr zu erreichen .

Und was geschah noch:

– Ausstellung Hagenbacher Geschäftswelt
– Eintracht Kulturtage
– Einweihung Kreisel Nord
– Errichtung Urnengrabfelder auf dem neuen Friedhof
– Blumenschmuckwettbewerb
– Einweihung VR-Bank
– 100 Jahre Lourdes Grotte
– Maibaum

Auch mussten wir 2 verdiente Mitbürger zu Grabe tragen. Zunächst  verstarb unsere Ehrenbürgerin Schwester Silvana und am 23. Dezember unser Altbürgermeister Karl August Vogel. Beide haben sich, jeder an seiner Stelle, im großen Maße um Hagenbach verdient gemacht. Wir werden Sie in Dankbarer Erinnerung behalten.

Meine sehr verehrten Gäste,

in den vergangenen Jahren haben wir bereits die Weichen für eine positive Entwicklung Hagenbachs gestellt und auch in den kommenden Jahren stehen wichtige Entscheidungen für die weitere Entwicklung unserer Stadt an.

Im Bereich des Festplatzes gegenüber der Schule wird sich im neuen Jahr so einiges abspielen:

Mehrere Projekte stehen hier vor der Realisierung. Zunächst muss der Bauhof ins Industriegebiet verlagert werden. Der Stadtrat hat kürzlich den Kauf und die Sanierung einer bestehenden Halle im Industriegebiet beschlossen. Der Bauhof und das alte Mehrfamilienhaus sollen im Zuge dessen abgerissen werden.

Ein Privatinvestor baut auf dem Grundstück, das er der Stadt abkauft ein Seniorenheim mit 60 Pflegeplätze. Die notarielle Beurkundung erfolgt am 13. Januar, also nächste Woche. Ausserdem hat er Pläne, älteren Menschen auf einem anderen Grundstück am Festplatz ein „Betreutes Wohnen“ anzubieten. Auch sollen in diesem Zusammenhang weitere Bauplätze am Festplatz entstehen.

Aus meiner Sicht steht in der Prioritätenlisten die kostenbewusste Sanierung der Gehwege und Straßen ganz oben. Hierzu muß eins sicher sein, Gehweg- und Straßensanierung werden auf Kosten der Stadt durchgeführt, wo dies möglich und sinnvoll ist; beitragspflichtiger Ausbau nur wo geboten und dann kostenbewusst und die Beitragsbelastung der Bürger im erträglichen Rahmen zu halten.

Unsere Einrichtungen für Kinder- und Jugendarbeit haben bei uns einen hohen Stellenwert. Die Unterstützung für Kinder- und Jugendarbeit  soll daher auch weiterhin wie bisher unser Ziel sein.

Im Zuge der Kinderbetreuung müssen wir neue Räumlichkeiten schaffen, dass alle Kleinkinder ab 2 Jahren, die ein Rechtsanspruch auf einen Kinderplatz haben. die Betreuung sichergestellt ist. Dazu haben wir uns entschlossen einen Teil des Kindergarten Regenbogen sowie den Kinderhort im Gebäude der Hauptschule unterzubringen. Durch eine geringe Umbaumaßnahme ist dies möglich. Somit werden wir weiterhin unserem eigenen Anspruch als kinderfreundliche Stadt gerecht.

Die Stadtsanierung sollte weiter vorangebracht werden und dadurch die
Weiterentwicklung des Innenstadtbereiches erfolgen. Ich denke dabei an die Neuplanung der Gebäude und Anwesen Ludwigstraße 3 und 7. Die vom Wettbewerb eingereichten Vorschläge liegen auf dem Tisch und werden in Kürze vom Stadtrat beraten.

Neue Freizeitangebote verlangt unsere Jugend. Ich denke dabei an einen Bolzplatz oder Vielseitigskeitsanlage.

Zu einem Zukunftsprogramm gehört auch die touristische Erschließung der Römerstraße mit Via Rhenana.

Bürgerfreundliches Verkehrsmanagement, Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen, Förderung von weiteren kulturellen Angeboten, bessere Infrastruktur und Einkaufsmöglichkeiten, sind hier nur als
Stichpunkte genannt, die unsere Arbeit leiten müssen.

Darüber hinaus gibt es 2010 noch weitere Betätigungsfelder. Ob diese Punkte realisiert werden, hänge noch von der Haushaltssituation ab.

Meine sehr verehrte Damen und Herren,

Ein Pluspunkt unserer Gesellschaft, meine Damen und Herren, ist das bürgerschaftliche Engagement. Es hat eine lange Tradition. Viele Einrichtungen und Angebote, die das Leben in Hagenbach lebenswert machen, beruhen auf Initiativen und Aktivitäten der Bürgerinnen und Bürger. Sie setzen sich für ihre Ziele ein; sie werden aktiv, wenn es nottut. Für dieses große Engagement möchte ich allen freiwillig Tätigen, allen für Hagenbach Wirkenden vielmals danken.

Dies gilt im Besonderen für die wichtigen ehrenamtlichen Arbeiten in denn Kirchengemeinde, in den Hilfsorganisation, DRK, AWO und sonstigen Pflegedienste, in den Kindergärten und unserer Schule, nicht zuletzt auch in unseren Vereinen.

Ganz besonders danke ich der freiwilligen Feuerwehr in Hagenbach, die sich um unsere Sicherheit kümmert. Sei es bei Feuer, Hochwasser und anderen Katastrophen.

Freuen wir uns über das Interesse und das Engagement in der Kommunalpolitik. Parteien und bürgerschaftliche Initiativen tragen zu einem wichtigen und lebendigen Miteinander bei. mein Dank gilt deshalb auch den Räten im Stadt- und Verbandsgemeinderat, sowie meinen beiden Beigeordneten.

Ein weiterer Dank geht an die Verwaltung der Verbandsgemeinde und an Sie. lieber Kollege Scherrer, sowie den Männern vom Bauhof, allen weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Hagenbach für die geleistete Arbeit und Unterstützung.

Handwerk, Handel und Großindustrie, Institutionen und Verbände. Künstler und freischaffende Bürger leisten einen wichtigen Beitrag zu unserer Stadt, die lebendig ist und in der man gerne lebt. Vielen Dank

Das Engagement in unserer Stadt ist wichtig für ein lebhaftes Gemeindeleben. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich noch mehr Bürgerrinnen und Bürger an den Prozessen in unserer Stadt  beteiligen würden.

Alle, die in unserer Stadt arbeiten und investieren, Politik machen und sich ehrenamtlich engagieren, sie alle fühlen sich mit unserer Stadt verbunden und wissen, dass es ich lohnt für diese Stadt zu arbeiten. Und tragen dazu bei, dass Hagenbach Zukunft hat.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

sehr verehrte Gäste, ich wünsche ihnen, dass Sie in allem mit Dankbarkeit auf das vergangene Jahr zurückblicken und optimistisch ins neue Jahr gehen können.

Allen, die 2009 mit Sorgen und Trauer leben mussten, wünsche ich Trost und Kraft, um den Beginn des neuen Jahres mit Zuversicht begehen zu können. Gemeinsam werden wir es schaffen.

Suchen wir gemeinsam wieder das Beste für unsere Stadt und ihre Bürger!

Lassen Sie uns gemeinsam die Verantwortung wahrnehmen und an einer friedvollen und guten Zukunft unserer Stadt arbeiten.

In diesem Sinne wünschen meine Frau, meine Tochter und ich, ihnen und ihren Familien für das Jahr 2010 Gesundheit, viel Glück und Erfolg und zu allem Gottes Segen.

(Zur Verfügung gestellt durch Stadtbürgermeister F.X. Scherrer)

 

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