Kleinkunst ganz groß

Nachdem der erste Kleinkunstabend des 2012 gegründeten Kleinkunstvereins im vergangenen Jahr buchstäblich ins Wasser fiel und der Wettergott auch in diesem Jahr etwas unentschlossen war, wurde die Veranstaltung kurzerhand ins Alte Rathaus verlegt. Klaus Prinz, der Vorsitzende des Vereins, begrüßte mit humorvollen Worten die zahlreichen Zuhörer, die den Saal bis auf den letzten Platz füllten. Die erste Veranstaltung wurde von den Akteuren des letzten Singspiels „Der verliebte Trommler“ bestritten, die sich mit einer bunten Mischung aus unterschiedlichsten Musikbereichen präsentierte. Opern- und Operettenarien sowie Kunstlieder wetteiferten mit Songs von Reinhard Mey, Neil Young oder Leonard Cohen, und dem Publikum wurde immer wieder Gelegenheit gegeben, sich bei Getränken und Häppchen auszutauschen.

Gunther Grasemann war einer der Hauptakteure des Abends und stimmte mit „Heart of Gold“ das Publikum auf diesen wunderbaren Abend ein. Zusammen mit ihm an der Gitarre und Klaus Prinz am Klavier sangen Edith Prinz und Bernd Zaucker eindrucksvoll und mit viel Gefühl „Die Rose“ und „Halleluja“. Auch die Poesie kam nicht zu kurz. Georg Hepp trug zwei Gedichte von Bernd Paulus vor, und zwar „Konzertbesuch“ und „Die Schnake“, beides Episoden, die aus dem Leben gegriffen sind.

Mit „Es war einmal“ entführte uns Eberhard Reinecke mit sonorer Stimme überzeugend ins „Reich der Indra“ (von Paul Lincke). Einen großartigen Auftritt bot Oliver Reinecke, der mit „In fernem Land“ aus Wagners Lohengrin in schönster Tenorlage die dem Text innewohnende Dramatik meisterhaft bewältigte. Beide Arien wurden von Helmut Schleser am Klavier vorzüglich begleitet.

Gunther Grasemann erfreute das Publikum mit zwei Liedern von Reinhard Mey, u.a. „Ich wollte wie Orpheus singen“, und das tat er dann auch sehr überzeugend. Georg Hepp, gekonnt begleitet von Heidrun Paulus am Klavier, sang mit schöner Baritonstimme „Liebesbotschaft“ und verlieh dem Ritt des „Erlkönig“ – beides Lieder von Franz Schubert – pure Dramatik.

Gegen Ende des Abends ließ Gunther Grasemann nochmals seine angenehme weiche Stimme erklingen. Von Klaus Prinz am Klavier begleitet sang er „My Way“ und „Über sieben Brücken“. Zum Abschluss erklangen noch ein paar Beatles-Songs, und das Publikum wurde zum Mitsingen aufgefordert, was dieses auch aus voller Kehle und mit unbändiger Freude tat. Klaus Prinz bedankte sich bei allen Akteuren und lud die Bevölkerung herzlich ein, beim nächsten Kleinkunstabend sich selbst einzubringen.

Ein wunderbarer Abend ging zu Ende, und die Zuhörer blieben noch lange, um die äußerst gelungene Veranstaltung nachklingen zu lassen.

(zur Verfügung gestellt durch Stadtbürgermeister F.X. Scherrer)

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