Wahlen nüchtern betrachtet

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Gast

Wahlen nüchtern betrachtet

Beitragvon Gast » Mo 28. Mär 2011, 11:11

Das war dann doch ein interessanter Sonntagnachmittag. Besonders die Zitterpartie in Baden-Württemberg - eine denkbar knappe Sache.

"Lustig" waren wie immer die Aussagen der politischen Herrschaften zu den erzielten Ergebnissen. Was einem da alles als "Erfolg" unter die Nase gerieben wird...

Leider bekommt man den Stimmgewinn bzw- verlust zumeist lediglich als "Prozentpunkte" serviert. Ich finde, dass diese Angabe allerdings nur einen Teil des Ergebnisses darstellt. Vielmehr ist doch auch der prozentuale Anteil der Stimmengewinne bzw. -verluste interessant. Aber davon hört/sieht man wenig.

Nüchtern betrachtet sieht es doch so aus (sofern mich meine Mathe-Kenntnisse nicht völlig verlassen haben):

SPD 45,6% -> 35,7% => -21,71% oder -9,9 Prozenpunkte
CDU 32,8 -> 35,2 => + 7,32% oder + 2,4 Prozentpunkte
FDP 8,0% -> 4,2% => -47,50% oder -3,8 Prozentpunkte
Grüne 4,6% -> 15,4% => +234,78% oder +10,8 Prozentpunkte
Linke 2,6% -> 3,0% => +15,38% oder + 0,4 Prozentpunkte

Auch wenn die SPD "nur" 9,9 Prozentpunkte verloren haben mag, so entspricht dies im Vergleich zu 2006 doch immerhin guten 21% der damals erhaltenen Stimmen. Die Linke steht mit einem Zuwachs von satten 15% auch nicht schlecht da. Im Vergleich zur CDU hat sie immerhin gut das Doppelte zugelegt. Dass die Grünen die absoluten Gewinner der Wahl sind, dürfte sowieso außer Frage stehen.

Oder habe ich etwas falsch berechnet?

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