Straßenausbauprogramm Hagenbach – eine hundertjährige Geschichte

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Buerger
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Straßenausbauprogramm Hagenbach – eine hundertjährige Geschichte

Beitragvon Buerger » So 3. Jul 2016, 10:55

Fakten:
- Jedes Jahr sollen in der Stadt Hagenbach ca. 300.000,-€+ in den Ausbau von Straßen investiert werden.
Zur Schonung der Bürger wurde deren Anteil (65%) auf 200.000,- € bzw derzeit 220.000,- € gedeckelt
- In der Vergangenheit wurde über zehn Jahre bis zur Einführung der wiederkehrenden Beiträge für den Straßenbau so
gut wie nichts gemacht (vorgeschoben wurden hier Rechtsunsicherheiten)
- Mit Einführung der wiederkehrenden Beiträge in 2008 wurden die selbstgesteckten Ziele mit Investitionen in Höhe
von 300.000,-+ durch Jahre ohne bzw. sehr geringe Investitionen bei weitem nicht erreicht.
- Am meisten Sorgen bereiten unseren Stadträten die jährlichen Belastungen von uns Bürgern. Hier werden dann große
Diskussionen um marginale Erhöhungen der Beiträge von uns Bürgern geführt. Vom Anteil der Stadt ist hier nie geredet worden. - Wie leistungsfähig bzw. gewillt ist man denn in diesem Punkt?
- Wie bereits in einem anderen Beitrag dargestellt beträgt das derzeitige Investitionsdefizit jährlich ca. 500.000,-€ vor
dem Hintergrund den derzeitigen Zustand der Straßen zu erhalten.
- der überwiegende Teil der Straßen von Hagenbach bedürfen durch den fehlenden Frostschutz einer besonders
aufwändigen Sanierung.
- Die Lebensdauer einer normal belasteten Straße wird mit ca. 25-30 Jahren angesetzt, vorausgesetzt sie wird immer
wieder repariert und in Stand gehalten (ein weiteres interessantes und auch nicht über wiederkehrende Beiträge
abzurechnendes Thema). Weniger genutzte / belastete Straßen können so auf bis zu 50 – 60+ Jahre
kommen.

Auf Grundlage des aktuellen Stadtplanes und den Kosten in Bezug auf die Planungen der Friedrich-Ebert-Straße habe ich mir mal die Zeit genommen und alle Straßen von Hagenbach in entsprechende Abschnitte unterteilt, die Landesstraßen und die bereits sanierten Straßen weggelassen und komme dann auf sage und schreibe ungefähr 100 Abschnitte, welche somit 100 Jahren Sanierung auf Basis der heutigen, durch den Stadtrat festgelegten, Rahmenbedingungen entsprechen!
Lassen sie sich diesen Widerspruch einmal durch unsere Vertreter im Stadtrat erläutern, der eine oder andere hat ja schon zumindest einmal Bedenken bezüglich des jährlichen Defizites von 500.000,-€ geäußert.
Die Fahrt ins Desaster geht mit Vollgas weiter!!

Übrigens:
Die nächsten 5 Jahre werden nach derzeitigen Sanierungs-Planungen durch die Friedrich-Ebert-Straße und die Friedhofstraße geprägt. Ein Blick in die verbliebenen Straßen des derzeitigen Sanierungsgebietes, welche ja bereits einmal in einer überhasteten, letztendlich gescheiterten Blutsturzaktion ( auch hier fehlte zusätzlich zu den nicht zu haltenden Zeitlinien unter anderem der durch die Stadt zu leistende Eigenanteil, wobei noch wesentliche andere Gründe hinzukommen - siehe meine Beiträge hierzu) angegangen wurden, ergeben auch einen erbärmlichen Zustand – sind dann umgerechnet ungefähr weitere 5 Jahre. Hinzu kommen noch viele andere Straßen wie zum Beispiel der Rest der Raiffeisenstraße etc., die mit der Zeit auch nicht unbedingt besser werden. Der Knaller wartet aber noch mit der Habsburger Allee, die bereits jetzt als sehr belastete Straße einen schlechten Eindruck hinterlässt - in wie vielen Abschnitten und vor allem wann soll denn dann hier saniert werden? Ein Tausch mit der ebenfalls sanierungswürdigen Friedensstraße ist pekuniär fast ein Null-Summenspiel. Hier gibt man dann nur ein wichtiges Pfand für eine evtl. in der Zukunft mögliche, wie auch immer geartete Umgehungsstraße Nord aus der Hand.

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