Martinas Tanzwelt - Show vom 20./21.11.2009

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Martinas Tanzwelt - Show vom 20./21.11.2009

Beitragvon Administrator » Mi 25. Nov 2009, 13:02

Martinas Tanzwelt auf der Suche nach der Liebe

Ein Unbekanntes Flugobjekt kreist über Hagenbach. Es manövriert an den Stadtrand, taumelt, schwankt und kracht schließlich in ein Wohnhaus. Die bestürzte Anwohnerin traut ihren Augen kaum, als unverletzt eine Außerirdische aus den Trümmern steigt und sich frech als „Grünli“ vorstellt.

Dieses erschreckende Szenario hat sich am Wochenende gleich zweimal abgespielt. Allerdings erfolgte die Bruchlandung unter kontrollierten Bedingungen im Kulturzentrum und der Katastrophenschutz konnte zu Hause bleiben. Denn bei der Erdenbewohnerin Rosalie, die vor Schreck ihren Kuchen versalzte, handelte es sich um Martina Kießling, die mit ihrer Tanzschule seit nunmehr fünf Jahren das kulturelle Leben in Hagenbach bereichert. Grünli entpuppte sich bei genauerem Hinschauen als die Kindertanzlehrerin Sandra Martin.

Die Bruchlandung Grünlis bildete den Auftakt zur Jubiläumsshow unter dem Motto „Liebe tanzt“ am Freitag, den 20.11. und Samstag, den 21.11. Und eine Hommage an die Liebe konnte das Publikum tatsächlich erleben.

Grünli war nämlich nicht zufällig auf die Erde gestürzt. 265 Tänzer, davon 110 Kinder, ein Kinderchor, zwei Saxophonistinnen und zwei professionelle Sänger begleiteten ihren Auftrag, die Liebe als die größte Macht unseres Planeten zu finden und mitzunehmen.

Die ersten Kinder, die die Bühne und das Herz des Publikums eroberten, tanzten „Nano vom Planeten X“, der als größter Star der Außerirdischen auch auf der Erde bekannte Hits hat. Nachdem nun klar war, dass Grünli nichts Böses im Sinn hatte, bemühte sich Rosalie darum, der Extraterrestrischen das größte und schönste Gefühle erlebbar zu machen.

Bereits bei der Liebe zur Natur zeigte sich die Detailgenauigkeit, mit der die Show vorbereitet worden war. Die kleinsten Tänzer als Bäume und erdige Klänge, aber auch die Wassergesichter der größeren, Federn, die dem Publikum zugepustet wurden oder feuerrote Kleider unterstrichen das Tanzerlebnis. Das „erste Verliebtsein“ mag bei so manchem romantische, vielleicht auch peinliche Momente aus der Kinder- und Jugendzeit in Erinnerung gerufen haben. Die Frage „wie man ein Herz gewinnt“ konnte abschließend zwar nicht geklärt werden, dass man aber auch die Liebe erst lernen muss, wurde deutlich.

Als sich der Vorhang zur „Mutterliebe“ hob, konnte man sogar hinter der Bühne spüren, wie die Zuschauer die Luft anhielten. Die dreijährigen Tanzmäuschen tanzten mit ihren Mamis und dem eigenen Kuscheltier den „Kuschelsong“. Dass sogar Tiere die Mutterliebe kennen, zeigte die Musicalgruppe mit Ausschnitten aus „Tarzan“. Begleitet wurden sie von den Profisängern Anna Maria Best und Alexander Weiss, die mit ihren Gänsehautstimmen die Urwaldaffen zum Leben erweckten.

Aber auch das Übersinnliche fand in Form der „universellen Liebe“ Beachtung. Rosalie beschrieb diese als alles miteinander verbindende Kraft und zeigte Grünli kleine und große Engel, die mit ihren zarten Flügeln tatsächlich aussahen, als seien sie gerade aus den Wolken gefallen. Die Musical Teens tanzten „Circle of life“ und „Can you feel the love tonight“ ebenfalls begleitet von der stimmgewaltigen Anna Maria Best und dem eindrucksvollen Alexander Weiss.

Obwohl Grünli Rosalie ganz schön erschreckt hatte, konnten die Zuschauer bei „So much magnificance“ erleben, dass sich zwischen beiden eine Freundschaft entwickelt hatte. Um so trauriger war Grünli, dass sie alleine nach Hause zurückkehren musste. Nicht mal bei der Reparatur ihres UFOs konnte Rosalie ihr helfen.

Mit „ Lonely“ traten noch einmal alle Akteure des ersten Blocks auf die Bühne. Mit leisen Klängen, hämmernden Beats und dem derzeit angesagtesten Tanz „Jumpstyle“ entließen die Tänzer das Publikum in die Pause.

Während dieses im liebevoll dekorierten Foyer eine Herzbrezel oder roten Sekt genießen konnte, waren die Akteure hinter der Bühne schon wieder in hektische Betriebsamkeit verfallen. Im zweiten Block erschien nun begleitet von vier rockenden und doch anmutigen Engeln Blauli, der Grünli nachgeschickt worden war, um sie zu suchen und sie und die Liebe mitzunehmen. Blauli, cool und souverän verkörpert von Markus Simon, wollte eigentlich ein Konzert von Nano besuchen. Er glaubte nicht, dass die „Erdlinge“ das nachvollziehen konnten, was es bedeutete stattdessen Grünli zu suchen.

Schreiende Teenager lenkten seine Aufmerksamkeit auf die Bühne, wo man glauben konnte, der King of Pop sei wieder auferstanden. Serkan Güngör präsentierte einen Michael- Jackson- Mix, der furios den zweiten Block einleitete. Die Gemeinsamkeiten zwischen der Erde und seinem Planeten so vor Augen geführt, ließ sich auch Blauli auf das Abenteuer ein und fand zunächst die Paarliebe, die mit romantischen Saxophonklängen („I will always love you“) begann und mit Discobeats („Because the night“) endete. Obwohl Liebeskummer an sich eine traurige Sache ist, gelang es den Tänzern das Publikum zum mitklatschen und mitlachen zu animieren. Dabei sorgte für Amüsement besonders der Team-Mix, bei dem sich die Tanzlehrer der Tanzschule selbst auf den Arm nahmen. Bevor die Liebe in der Arbeitswelt entdeckt werden konnte, animierte Blauli das Publikum zum Mittanzen und vielleicht wird man den ein oder anderen bei der nächsten Show nicht vor sondern auf der Bühne erleben. Die Liebe in der Arbeitswelt überzeugte Blauli davon, dass sogar Maschinen sich ineinander verlieben können, wenn die Menschen nicht hinschauen. Von seiner Idee, Liebe zu kaufen rückte Blauli nach der „käuflichen Liebe“ wieder ab. Obwohl ihm die leicht bekleideten Mädchen, die sich sexy zu „Skandal im Sperrbezirk“ oder „Chicago“ bewegten, ganz gut gefiel. Und auch Anna Maria Best mit verruchter Stimme und Verführerblick konnten ihn nicht ganz davon überzeugen, dass das echte Liebe sei. Zum Abschluss wendete sich der Blick nach innen auf die Selbstliebe. „Moments of love“ und „das Lied der Liebe“ gaben der Show einen sanften Ausklang.

Natürlich fand Blauli Grünli und beide beschlossen, all das, was sie erlebt hatten, ihrem Planeten zu bringen. Sie verabschiedeten sich von Rosalie, die ihnen mit einem lachenden und einem weinenden Auge nachsah.

Als Alexander Weiss „Music“ intonierte und damit die Akteure noch mal auf die Bühne bat, hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Beim gemeinsam getanzten Finale verabschiedete sich Martinas Tanzwelt von einem wundervollen Publikum, das die Künstler wohlwollend und mit viel Applaus durch das Programm getragen hatte.

Liebe und Tanz- beide so alt wie die Menschheit- sind in dieser Show herzerfrischend und modern zu einer Symbiose verschmolzen, die Spaß machte. Man darf gespannt sein, was Martinas Tanzwelt in Zukunft auf die Bühne bringt. Wer dabei sein will, ist herzlich eingeladen die Tanzwelt zu besuchen: Ab Januar in der Stixwörthstraße 8 in Hagenbach, Tel. 07273-8997788, http://www.martinas-tanzwelt.de


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(Text und Bilder durch Stadtbürgermeister F.X. Scherrer zur Verfügung gestellt)

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