29. Hungermarsch in Hagenbach am 14.3.2010

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29. Hungermarsch in Hagenbach am 14.3.2010

Beitrag von Administrator » Di 9. Mär 2010, 10:27

Der Hungermarsch der Indienhilfe durch den Bienwald startet zum 29. Mal am Sonntag, 14.03.2010, leider ohne unseren lieben Pfarrer Stefan Braun, der am 02.03.2010 plötzlich - und für uns alle unfassbar - verstorben ist.

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Beteiligt sind Christen der Pfarreien der Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße. Eingeladen ist „jedermann“, der sich dieser guten Sache verbunden fühlt. Beim Hungermarsch werden Spenden für die Armen in Indien gesammelt.

Auf einer Karte wird dem Teilnehmer die marschierte Strecke bestätigt, für die er zuvor bei Freunden und Bekannten um „Kilometergeld“ geworben hat. „Das schafft Motivation, die Strecke von 25 km durchzuhalten, wenn Freunde auf die Karte gesetzt haben“, so die Organisatoren.

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Teilnehmer kommen auch oft in Gruppen, aus vielen Schulen, Pfarreien und Vereinen. „Und es gibt tatsächlich Wanderer, die 100 Sponsoren aktiviert haben.“ Möglich sind natürlich auch pauschale Spenden. Die Zahl der Teilnehmer ist mit fast 600 Wanderern relativ stabil. Auch schlechtes Wetter hält sie in der Regel nicht von ihrer Bienwald-Runde ab, bei der vom Baby im Kinderwagen bis zu Senioren alle Altersgruppen vertreten sind. Für die Organisation des
Hungermarsches ist ein ganzes Team aus der Region zuständig. Viele Helfer in den Zielorten sorgen für Verpflegung, Transport und Unterstützung. Der Hungermarsch beginnt mit einem Gottesdienst um 9.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Michael Hagenbach, der die Wanderer mit Gebeten, Predigt und musikalischer Unterstützung des Singkreises Amicanta aus Jockgrim auf ihren Tagesmarsch einstimmt.

Dieser führt – gut ausgeschildert – von Hagenbach zunächst zur Einkehr- und Kontrollstation nach Büchelberg, wo auf die Wanderer bereits ein kleiner Imbiss wartet und die Laufkarte den ersten Stempel erhält. Mittagsrast mit Eintopfessen ist in Scheibenhardt möglich, Nachmittagskaffee ist in der Gemeinschaftshalle Berg vorbereitet und in Hagenbach warten zum Abschluss u.a. auch indische Spezialitäten.

Der Hungermarsch ist demnach keine „Hungerkur“ und auch keine traurig-ernste Angelegenheit, vielmehr soll der Blick auf Hunger und Not der Armen gelenkt werden, denn zwei Drittel der Erdbevölkerung tragen dieses Lebensschicksal. Für diese Gedanken ist eine Wegstrecke der Stille und Besinnung eingerichtet. Doch ansonsten ist das Wandern auch eine gesellige Angelegenheit mit vielen freundlichen Begegnungen unterwegs.

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Wer nicht die ganze Strecke laufen möchte, dem stehen in den Einkehrstationen Transportmöglichkeiten zum nächsten Ort oder zurück zum Endpunkt Hagenbach zur Verfügung. Hier werden auch die Indienprojekte vorgestellt, die – von den Spendengeldern unterstützt – vor Ort von Pater Franklin Rodrigues organisiert werden. Eines der Projekte ist die Armenspeisung in Kalkutta. Bettler und Obdachlose erhalten einmal am Tag eine warme Mahlzeit aus Reis und Gemüse, die in der Missionsstation gekocht und mit einem Fahrzeug verteilt wird. Daneben hängen die bisher geschaffenen Einrichtungen bei der Stadt Bophal in Mittelindien von der Indienhilfe Deutschland ab. Das sind eine Leprakolonie, eine Krankenstation, ein Kindergarten, ein „Boys-and-Girls-Hostel“ und eine Schule. Insbesondere Bildung und die Verbesserung der Lebensgrundlagen über Hilfe zur Selbsthilfe sind wirksame Wege zur Armutsbekämpfung. Hierfür steht auch das „Ziegenprojekt“, bei dem arme Familien zur Milchversorgung Ziegen bekommen, deren Nachwuchs sie dann an arme Nachbarsfamilien weiter geben.

Auch wenn Indien im Zuge der Globalisierung zu einem Schwellenland mit steigendem Volkseinkommen geworden ist, sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich im Land selbst weiterhin unerträglich groß.

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Nachdem immer wieder einmal die gezielte Verwendung von Spendengeldern hinterfragt werden muss, versichert Pater Franklin, dass alle Spender das Vertrauen und die Sicherheit haben können, dass bei der Indienhilfe exakt und absolut transparent abgerechnet wird und kein Geld in Verwaltungs- und Beratungskosten „versickert“, so dass jeder Spenden-Euro zur konkreten Hilfe in den Projekten verwendet wird.

(Informationen und Bilder durch Stadtbürgermeister F.X. Scherrer zur Verfügung gestellt.)
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