Die Eröffnung des ASB Seniorenzentrum Hagenbach findet am Mittwoch, den 24. Oktober 2012 statt. An diesem Tag können die ersten Senioren in das ASB Seniorenzentrum einziehen.

Hinsichtlich des Zusammenlebens der Menschen in den Wohngruppen orientiert sich das ASB Seniorenzentrum in Hagenbach an dem segregativen Ansatz der Pflege und der Betreuung. Dem entsprechend leben Menschen die demenzkrank und pflegebedürftig sind in homogenen Wohngruppen zusammen. Menschen die geistig orientiert sind und körperlich pflegebedürftig sind, leben ebenfalls in homogenen Wohngruppen miteinander.

Beginnen werden wir mit der Eröffnung von zwei Wohngruppen. Eine Wohngruppe für demenzkranke und pflegebedürftige Menschen, sowie eine Wohngruppe für geistig orientierte und körperlich pflegebedürftige Menschen.

In dem ASB Seniorenzentrum Hagenbach wird nach einem der modernsten pflegewissenschaftlichen Konzepte gearbeitet – nach dem Hausgemeinschaftsmodell der 4. Generation in der stationären Pflege.

Die zukünftigen Senioren leben in einer überschaubaren Gruppe von 13 Personen (ähnlich einer Großfamilie) zusammen. Das Gemeinschaftsleben spielt sich im wohnungsinternen Wohn-, Ess- und Kochbereich ab. Hier ist immer ein Mitarbeiter über den Tag als Bezugsperson anwesend.

Innovative Ansätze in der Architektur wurden beim Bauvorhaben beachtet und durch den Architekten und Bauherr Stefan Pfeil von der Pfeil Projektentwicklung GmbH aus Heilbronn umgesetzt. So ist jede Wohngruppe mit einer professionellen Küche und den dazugehörigen Küchengeräten ausgestattet, die es ermöglicht, die Mahlzeitenzubereitung vor den Augen der Senioren vorzunehmen und die Senioren zu integrieren.

Die Wohngruppen im Seniorenzentrum verfügen ähnlich wie zu Hause über Gemeinschaftsräume wie Wohnzimmer, Aufenthaltsbereich (Speisebereich), Küche und über private Räume. Die ASB Wohngruppen ermöglichen Privatheit ebenso wie soziale Kontakte.

Die pflegebedürftigen Seniorinnen und Senioren in den Wohngruppen werden im Alltag von einer/m fest zugeordneten Mitarbeiterin/Mitarbeiter (Bezugsperson – Fachkraft) gepflegt, betreut und begleitet. Die Mahlzeiten werden von den Wohngruppenassistenten koordiniert und zubereitet. Die Wohngruppenassistenten gestalten gemeinsam mit den Seniorinnen/Senioren u.a. die Mahlzeiten.

Die Küche und der gemeinschaftliche Wohn- und Essbereich sind die zentralen Elemente der ASB Wohngruppen. Seniorinnen/Senioren und Angehörige können im Rahmen ihrer Interessen und Möglichkeiten den Alltag in den Wohngruppen gemeinsam mit den Mitarbeitern weitgehend autark gestalten. Dies kann durch die Übernahme von Arbeiten wie Tisch decken, Hilfe beim Kochen, Geschirr spülen, Blumen gießen, Handtücher falten, Staub wischen etc. erreicht werden. Menschen, die sich nicht mehr aktiv an der Arbeit in den Wohngruppen beteiligen wollen bzw. können, haben die Möglichkeit, das vielfältige Geschehen in den Wohngruppen jederzeit mit zu verfolgen bzw. individuellen Interessen nachzugehen.

Die vor dem Umzug in das Seniorenzentrum noch selbständig durchgeführten Tätigkeiten sollen nach dem Einzug aktiviert werden und im Rahmen des Möglichen in das Leben der Hausgemeinschaft mit einfließen. So verbinden viele Senioren mit der Ausführung von haushaltsnahen Tätigkeiten (Waschen, Reinigen, Kochen) positive Erfahrungen. Selbst wenn eine aktive Beteiligung nur noch eingeschränkt möglich ist, bietet die Durchführung dieser Verrichtungen basale Reize, welche die Aktivierung und das Wohlbefinden steigern. Der Alltag orientiert sich an den Wünschen und an den Bedürfnissen der Senioren, sowie deren Biografie. Die Angehörigen sind jederzeit herzlich Willkommen und werden gerne in das Alltagsgeschehen integriert. Der Garten des ASB Seniorenzentrums wird unter milieutherapeutischen Gesichtspunkten gestaltet. Die Westseite des Gartens wird als Erholungs- und Entspannungsgarten mit vielen Sitzgelegenheiten, Sprudelstein, Naschgarten und einem Klangspiel angelegt. Die Südseite des Gartens wird als Nutzgarten angelegt, in dem Gemüse und Kräuter wachsen. Die Senioren können dadurch ihre täglichen Mahlzeiten mit frischem Gemüse und Kräutern aus dem angelegten Nutzgarten ergänzen.

Die Preise für das ASB Seniorenzentrum werden derzeit mit den Kassen verhandelt und können vermutlich Anfang Oktober bekannt gegeben werden. In dem ASB Seniorenzentrum Hagenbach können Senioren mit der Pflegestufe 1 bis 3+ leben. Das Seniorenzentrum wird den hoch pflegebedürftige Senioren gerecht indem ein innovatives Konzept für diese Zielgruppe entwickelt wurde. Dieses Konzept berücksichtigt Senioren, die ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht adäquat äußern können. Das Konzept nennt sich „Gute Zeit für die Seele“ und handelt primär um die Aktivierung und Stimulierung der verschiedenen Sinneskanälen. Zudem werden in dem ASB Seniorenzentrum Hagenbach Tiere zum anfassen und streicheln leben. Geplant sind derzeit zwei Katzen.

Derzeit laufen die Anmeldung für den Einzug in das ASB Seniorenzentrum. Es sind noch Plätze zum Einzug vorhanden. Ab Anfang Oktober ist eine Besichtigung des Seniorenzentrums nach Terminvereinbarung möglich und somit auch eine Reservierung des Wunschzimmers.

Für die Eröffnung weiterer Wohngruppen werden noch mehrere Wohngruppenleitungen und mehrere Pflegefachkräfte für den Tag- wie für den Nachtdienst benötigt

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