460 „Hungermarschierer“ setzten Zeichen der Solidarität

Auffallend viele Kinder und Jugendliche auf der 25-km-Tour durch den Bienwald

Ein „Freundschaftsband“ als Zeichen ihrer Verbundenheit mit den Armen in Indien, wo Pater Franklin und dessen Nachfolger Pater Attley mit Unterstützung des Vereins Indienhilfe mehrere Projekte unterhalten, trugen die Teilnehmer am 34. Hungermarsch von Hagenbach aus durch den Bienwald am Handgelenk oder Rucksack. Auffallend viele Kinder und Jugendliche waren dabei.

Beim Abschluss im Kulturzentrum, wo es indische Spezialitäten gab und indische Tänzerinnen auftraten, konnte Stadtbürgermeister Franz Xaver Scherrer verkünden: 460 Teilnehmer – hundert mehr als im Vorjahr – haben rund 49.000 Euro in ihren Hungermarschkarten eingetragen. Mit den noch zu erwartenden Spenden und den Erlösen aus der Bewirtung rechnet Scherrer mit über 60.000 Euro für die verschiedenen Projekte der Indienhilfe.
Den Gottesdienst zelebrierten die Pfarrer Alexander Pommerening, Michael Kolb, Richard Mayer und Hans-Peter Imhoff. Schirmherr Weihbischof Otto Georgens konnte nicht dabei sein. In seinem Grußwort machte er den Teilnehmern am Hungermarsch Mut zu ihrer Demonstration gegen den Hunger der Menschen. Per E-Mail aus Indien wünschte Pater Franklin gutes Wanderwetter.

In den Grußworten von Stadtbürgermeister F.X. Scherrer ging er auf seine Erfahrungen vom letzten Indienbesuch im Oktober letzten Jahres ein. Seine Bitte am Schluß: Es ist immer wieder bewundernswert, wie es Priester und Schwestern um Father Fanklin schaffen, immer wieder erneut mit dem grausamen Elend konfrontiert zu werden und dennoch nie aufzugeben, weiter zum machen. Es ist ihr Glaube an Gott, der ihnen immer wieder Kraft gibt.
Es ist aber auch die Hoffnung, dass es in Deutschland Menschen gibt, die die Arbeit unterstützen. Ohne unsere, ohne ihre Hilfe wäre vieles nicht möglich.

Es zeigt immer wieder, wie wichtig Hilfe zur Selbsthilfe ist – und oftmals sogar Leben retten kann. Sie alle unterstützen uns dabei. Deshalb bitte ich Sie heute: Helfen Sie uns weiterhin Pater Franklin seine Kinder und seine Familien in Bophal, Kalkutta, Ranchi und Agharma zu unterstützen. Gemeinsam können wir den Menschen eine bessere Zukunft ermöglichen. Herzlichen Dank.

In seiner Predigt wollte Diakon Imhoff von den Jugendlichen wissen, was für sie besonders wertvoll sei und sie nicht hergeben würden. Imhoffs Liebe zu Karl-May-Büchern teilten sie nicht, denn mit Begriffen, wie Henry-Stutzen, Donnerbüchse oder Bärentöter konnten sie nichts anfangen. Die wertvollsten Dinge für ein Leben in Würde, nämlich Ansehen und Ansprache für die Armen, verschenkten in Indien täglich Pater Franklin und Pater Attley. Umrahmt wurde der Gottesdienst von der Gruppe „Mosaik“ aus Maximiliansau.

Zum Besinnen regte beim Hungermarsch wieder eine Schweigezone mit Plakaten an, die Zusammenhänge zwischen Indien und Deutschland aufzeigten. Danach ging es weiter nach Büchelberg hier wurden Brezel und Tee angeboten und die Teilnehmerkarten in Empfang genommen. Auf der weiteren Station in Scheibenhardt wurde ein Erbseneintopf serviert. Die Kath. Frauengemeinschaft in Berg bot den Teilnehmern Kaffee und Kuchen an bevor es zum Ziel nach Hagenbach ging. Jeder war gespannt über die Bekanntgabe des Erlöses vom Hungermarsch. Indische Spezialitäten Samosas sowie weitere Essens- und Getränkeangebote und Kaffee und Kuchen rundeten den Tag ab. Mit großem Interesse wurden auch in diesem Jahr wieder die Indische Tanzdarbietungen aufgenommen. Allen am Hungermarsch beteiligten vor und hinter der Kulisse, allen Helferinnen und Helfer ein herzlichesDankeschön. Ein Dank geht auch an Familie Rodrigez für die Herstellung der Samos und für die Organisationm der Indische Tänze.

Selbstverständlich sind weitere Spenden herzlich willkommen .

Spendenkonten:
Kennwort „Hungermarsch-Indienhilfe, Sparkasse Germersheim-Kandel, (IBAN: DE36548514400001010800 – BIC: MALADE51KAD), VR-Bank Südpfalz (IBAN: DE56548625000002839180 – BIC: GENODE61SUW). Spendenquittungen werden ausgestellt. Weitere Informationen zur Indienhilfe unter www.indienhilfe-franklin.de.

Bilder von Walter Knöll und F.X. Scherrer

(zur Verfügung gestellt durch Stadtbürgemeister F.X. Scherrer)

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